Der heutige Tag führte uns von Killorglin (Grafschaft Kerry) ganz in den Süden, in die Grafschaft Cork nach Kinsale. Ein letzter Blick zurück über den Lough Caragh und unser kleines Schlösschen an dieser wunderschönen Lage.


Die Reise war relativ kurz. Aus diesem Grund integrierten wir einen Abstecher in die zweitgrösste Stadt der Republik Irlands — Cork — ein. Von Cork ist es noch gerade 1/2 Autostunde nach Kinsale.

Das kompakte Stadtzentrum von Cork liegt auf einer Insel im Fluss Lee. Corks lange, blutige Geschichte ist untrennbar verbunden mit dem irischen Kampf um Unabhängigkeit.
Nachdem wir unseren Mietwagen in einem Parkhaus in der Nähe des Zentrums hinterlassen haben, bestiegen wir einen der Hop On / Hop Off Busse um uns mit einer Stadtrundfahrt einen Überblick über die ganze Stadt zu verschaffen.



Ausserhalb der Fussgängerzone mussten wir unser Bild von Cork etwas korrigieren. Wir erlebten Cork als schmutzige, etwas heruntergekommene Stadt in welcher wohl seit Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) weder Renovationen noch andere Investitionen in das Stadtbild getätigt wurden.
Eines der besterhaltenen Gebäude war das alte Gefängnis, welches nicht mehr in Betrieb ist.





















Viele (wie wir auch) haben wohl noch nicht viel von der Mannschaftssportart mit keltischem Ursprung und dem Namen „Hurling“ gehört. Wir haben diese Sportart das erste Mal in Killarney gesehen. Eigentlich haben wir gedacht, wir steuern eine Public Viewing Area an, wo ein EURO24 Fussballspiel ausgetragen wird. Aber auf dem Screen waren kräftige Männer (je 15 Spieler pro Mannschaft) in kurzen Hosen und mit vergitterten Helmen zu sehen, welche in der Hand eine Art „Riesen-Suppenlöffel“ (Hurley) hielten, und mit diesem einem ledernen Spielball nachjagten. Zwischenzeitlich darf der Ball auch mit der Hand gefasst und geworfen werden. Die Tore und das Spielfeld erinnern an Rugby, wie auch das zeitweise sehr ruppige Tackling. Wie das in echt aussieht kann man in diesem Clip (1′ 38“) nachschauen.
Seit 2018 ist Hurling immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO.


Etwas konsterniert und froh, aus dieser etwas seltsamen Atmosphäre fliehen zu können nahmen wir das letzte Stück des Weges nach Kinsale unter die Räder.
Kinsale liegt ganz im Süden der irischen Insel und bildet das Ende bzw. den Anfang des Wild Atlantic Way.
Das malerische, winzige Städtchen mit vielen verwinkelten, schmalen Strassen und bunten Hausfassaden gefällt uns ausserordentlich.
Unsere Unterkunft liegt unmittelbar am kleinen Hafen wo wir die Schiffe und Boote bei der Ein- und Ausfahrt beobachten können.



















