Von unserem kleinen Hafen aus brachen wir heute zu Fuss auf, zum „James Fort“, einer ehemaligen Festung welche zu einem gesamten Festungskomplex gehörte um die Einfahrt der Schiffe vom Meer durch die Bucht nach Kinsale zu kontrollieren.
Direkt gegenüber dem Fluss Bandom liegt das „Charles Fort“, welches nach Fertigstellung das alte „James Fort“ ablöste.

Bereits in den Morgenstunden ist viel los auf dem Fluss Bandom: Neben einer Segelschule ist uns vorallem die vierstöckige Riesenyacht mit dem Namen „Scout“ aufgefallen, mit einem gelben Hund als Gallionsfigur. Gemäss unseren Recherchen ist diese Yacht 85 Millionen US-Dollar Wert und gehört
James Berwind. Er ist der Sohn des verstorbenen Charles Graham Berwind und leitete das Familienunternehmen Berwind Corporation, eines der größten Privatunternehmen der USA.







Wie dieses Schild dokumentiert, ist Kinsale Schwester-Stadt mit der französischen Stadt Antibes an der Côte d’Azur.

Vom „James Fort“ sind noch genügend Ruinen übrig, welche die ehemalige Festung erkennen lassen. Die Ruine ist zugänglich und die nähere Umgebung wird gepflegt.
Auf der gegenüberliegenden Flussseite ist das deutlich grössere, und noch besser erhaltene „Fort Charles“ gut zu erkennen.








Wieder zurück im Kern von Kinsale findet man überall Gegenstände und Denkmäler von zwei Ereignisse, welche in starker Verbindung mit Kinsale stehen: Einerseits der Untergang des Schiffes Lusitania und andererseits die grosse Hungersnot (Great Famine) zwischen 1845 bis ca. 1855.
Lusitania: Die Lusitania war zu dieser Zeit das grösste Passgierschiff der Welt. Unter anderem wurde auch die englische Briefpost damit über den Atlantik befördert. Im ersten Weltkrieg wurde die Lusitania zu einem Kriegsschiff umgebaut. Am 7. Mai 1915 wurde die Lusitania mit ca. 1200 Personen an Bord von einem deutschen U-Boot versenkt, es gab keine Überlebenden.
Great Famine: Aufgrund von mehrjährigen schlechten Katroffelernten (ausgelöst durch die damals noch neuartige Kartoffelfäule) brach auf der irischen Insel ab 1845 eine grosse Hungersnot aus, bei der ca. eine Million Menschen starben (ca. 12% der damaligen Bevölkerung). In der Zeit zwischen 1845 und 1855 wanderten aufgrund der Hungersnot auch etwa zwei Millionen Menschen aus, ca 3/4 davon nach Nordamerika und 1/4 nach Grossbritannien oder Australien.
Abgesehen von diesen beiden Schicksalsschlägen welche Kinsale noch heute prägen ist das Stadtbild äusserst ansprechend mit den bunten Fassaden und den gut erhaltenen und sehr gepflegten Häusern.



































Natürlich durfte auch heute die Tea-Time nicht verpasst werden: Heute gab es wieder mal ein feines Stück einer „Lemon Meringue Pie“. Bei sommerlicher Temperatur, man merkt jetzt deutlich, dass wir hier ganz im Süden sind, und bei Sonnenschein, durften wir die heutige Tea-Time auf der Terrasse geniessen.


Hallo zäme
Wir lesen immer noch täglich euren Blog versehen mit vielen sehr schönen Bildern. Es ist beeindruckend, wie gut ihr über die besuchten Orte Bescheid wisst bzw. euch an Ort und Stelle orientiert. Wir haben schon viel lernen können. Herzlichen Dank!
Geniesst die Ferien weiterhin.
Liebi Grüess
Elisabeth u Hans-Peter
Hallo zusammen – es freut uns sehr, dass ihr uns via Blog begleitet. Wir freuen uns auf die letzten paar Tage in Irland ????????. Es wird sicher noch einiges zu entdecken geben! Liebe Grüsse aus Kinsale
Rahel & Pesche