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Tag 35: Dolphins, Dolphins, Dolphins…..

Der Wecker klingelte heute schon sehr früh am Morgen damit wir rechtzeitig, um 05:15 h, zum Einkleiden und Ausrüsten für das heutige Dolphin Swimming starten konnten. Nachdem wir die Flossen, Tauchermasken, Schnorchel und Neoprenanzüge gefasst hatten, stiegen wir in den Bus, welcher uns zum Hafen brachte. Das Boot mit den 16 Passagieren und 4 Besatzungsmitgliedern an Bord startete bei Morgengrauen und wir konnen einen grossartigen Sonnenaufgang im Südpazifik erleben. Der Busfahrer/Skipper brachte uns mit der „Delphinidae“ hinaus aufs Meer. Vor der Küste von Kaikoura kann man übers ganze Jahr die verspielten und geselligen Dusky-Delphine sowie die etwas kleineren und schüchternen Hector-Delphine sehen. Die Hector-Delphine kommen ausschliesslich in Neuseeland vor. Ebenso ist der Gemeine Delphin (bei uns bekannt aus der Serie „Flipper“) vor der Küste zu sehen.

Sobald die Delphine im Wasser zu sehen waren, durften wir endlich auch in den Pazifik eintauchen. Einfach unglaublich was wir bereits beim ersten Schwimmhalt erleben durften. Die Delphine schossen pfeilschnell an und unter uns vorbei. Entweder alleine, zu zweit oder in Gruppen. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass besonders die Dusky-Delphine neugierig und sehr gesellig sind. Es wurde uns empfohlen diverse „interessante“ Geräusche im/unter Wasser zu machen, damit die Delphine noch näherkommen und mit uns spielen. Das war ein Gaudi. So schwammen tatsächlich in Neopren verkleidete Menschen im Wasser und machten die seltsamsten Geräusche…. und es wirkte.

Nach dem dritten und letzten Schwimmhalt konnten wir uns etwas mit warmem Wasser und Tee aufwärmen. Das war eigentlich gar nicht nötig, denn das Adrenalin schoss immer noch wie wild durch den Köper. Ganz abenteuerlich war der Ritt auf dem Schiff zwischen den Schwimmhalten. Wir hatten das Glück beim ersten Schwimmhalt als Letzte zum Boot zurückzukehren und konnten dann ganz unten, beim Ausstieg, entspannt (10 Personen wie auf dem Hühnerstengeli) sitzen. Die Beine/Flossen waren bis fast zu den Knien im Wasser und so düsten wir zügig über den Pazifik. Das war einfach toll und deshalb stiegen wir von da an immer als Letzte ins Boot ein und konnten gemütlich die Füsse im Wasser baumeln lassen und der schäumenden Gischt zuschauen (siehe Bild unten).
Wir hatten riesiges Glück: Heute konnten wir mit den Dusky-, Hector- und den Gewöhnlichen-Delphinen sowie ab und zu einem Fur Seal (Pelzrobbe) im Wasser herumtollen. Bei der Rückfahrt mit dem Boot wurden wir noch lange Zeit von verschiedenen Delphingruppen Backbord und Steuerbord eskortiert. Dabei zeigten die Delphine immer wieder ihre tollen Sprünge.

Am sommerlichen Nachmittag wollten wir nochmals mit dem Bike die Seal Colony besuchen und schauen ob wir heute mehr Glück haben als gestern um die Seals zu sehen. Unterwegs trafen wir auf das pinkfarbene „Fyffe House“. Das Fyffe House ist das älteste, bestehende Überbleibsel aus der Pionierzeit der Walfänger. Die Station wurde 1842 gegründet. Das Besondere an dieser Station ist, dass das Fundament aus Knochen von Walen (Wirbelknochen) besteht.

Der Küstenstreifen rund um die Peninsula ist nur zu Fuss und nur bei Ebbe erreichbar. Etwa auf mittiger Höhe der Peninsula wurden wir fündig: Auf Küstenfelsen fläzen sich ca. ein gutes Dutzend Fur Seals (Pelzrobben) in der Sonne oder kühlten sich im Pazifik ab.
Auf dem ca. gut 1h Fussmarsch dorthin trafen wir noch weitere Gesellen aus dem Tierreich an: Da waren eine ganze Kolonie mit Jung Brut von Seemöwen, eine Kanada-Gans sowie stolze Kormorane. Auch bunte Blumen schmückten unseren Weg.

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