Am heutigen Tag war die Whale Watch Tour angesagt, welche wir schon Monate zuvor geplant und gebucht hatten.
Nachdem wir bereits aus der Luft einige Wale gesichtet hatten, erhofften wir uns diesen riesigen Tieren noch näher zu begegnen.
Unser Hochgeschwindigkeitsboot, es war ein Katamaran, hiess „Tohora“. Dieser Name bedeutet in der Maori Sprache „Wal“.
Wir gingen an Bord und waren gespannt ob wir überhaupt Wale sehen werden, denn es ist nicht selbstverständlich, dass bei jeder Bootstour Wale gesichtet werden können.
Schon nach kurzer Zeit stoppte das Boot und wir konnten an der Wasseroberfläche mehrere riesige Fischschwärme beobachten. Überall sprangen Fische aus dem Wasser und die Schwärme bewegten sich langsam weiter ins Meer hinaus.
Zugegen waren ebenfalls uns bereits vertraute Royal Albatrosse, diesmal auch im Wasser. Besonders spannend war es einen Wasserstart von einem dieser Kolosse zu beobachten.
Die Fahrt auf dem Boot ging weiter – plötzlich sah man am Horizont wieder unzählige gaukelnde Delphine hin und her springen. Als unser Boot näher an sie heranfuhr, konnte man mit blossem Auge erkennen, dass es sich um Dusky- und auch Gewöhnliche-Delphine handelte.
Einige Delphine schwammen pfeilschnell vor dem Bug unseres Katamarans und sie haben sich mit einer Art „Kiel-Surfen“ vergnügt. Es war eine ausserordentliche Freude dies mitzuerleben und den eleganten Delphinen bei ihren Manövern vor dem Kiel zuzuschauen.
Nach etwa 45 Minuten Fahrt ins offene Meer wurde das erste Mal ein Blas (Sprühnebel) eines Wales gesichtet.
Unsere Guides konnten erkennen, dass es sich hierbei um das grösste Tier auf Erden, einen Blauwal, handelt. Gespannt verfolgten wir wie sich der Blauwal knapp unter der Wasseroberfläche bewegte und ab und zu wieder einen Blas abliess.
Wiederum ein paar Kilometer auf dem Seeweg entfernt, wurde bereits der nächste Wal, diesmal ein Pottwal, gesichtet. Nach ca. 10 Minuten tat dieser seinen letzten grossen Atemzug und ist in aller Stille abgetaucht. Dabei liess er seine wunderschöne Fluke aufblitzen. Das ging so schnell, dass die Fluke es leider nicht auf ein Foto geschafft hat. Bei der Rückfahrt hatten wir nochmal eine Begegnung mit einem weiteren Pottwal sowie dem anfangs gesichteten Blauwal. Alle Passagiere waren ganz ergriffen, diese Riesen der Meere gesehen zu haben. Offenbar war es auch für die Bootscrew eine besondere Tour an diesem Tag mit überdurchschnittlichen Tiersichtungen.
Da es zu Beginn der Bootsfahrt Verzögerungen aufgrund eines kleinen Problems mit dem Boot gab, knurrte es bei uns mittlerweile etwas in der Magengegend.
An den letzten beiden Ausfahrten mit dem Bike sind wir jedes Mal an einem Seafood-BBQ mit lokalem, frischem Fisch, direkt an der Strasse durchgefahren, der uns jetzt passend schien.
So schnappten wir uns beim Campground nochmals zwei Bikes und sind die paar Kilometer hin geradelt und haben dort eine sehr leckere Seafood-Platter verzehrt.
Die Seafood-Platter bot neben Jakobsmuscheln, Grünlippmuscheln, Crayfish (Flusskrebse), Fishfilets und ein „Whitebait Pattie“ (eine Art Omelette mit kleinen, gebratenen Jungfischen). Dazu gab es Reis, Salat und Brot. All dies wurde Vorort in einer etwas improvisierten Strassenküche zubereitet und serviert — und war sehr, sehr lecker!






































