Die Nacht verlief nach dem Motto von James Bond „geschüttelt, nicht gerührt“: Gegen Abend kamen heftige Winde auf, welche gefühlt permanent an unserem Heim herumrissen und das ganze Fahrzeug durchschüttelten. Erst in den frühen Morgenstunden liessen die Windböen nach.
Wir waren eigentlich etwas überrascht, dass sich das Fahrzeug immer noch am selben Ort befand.
Ganz in der Nähe befindet sich der Arches National Park mit den berühmten Felsbögen. Diese Felsbögen haben wir bereits auf unserer letzten USA Reise im 2018 erkundet (weitere Details siehe USA2018).
Heute wollten wir etwas Neues entdecken und zwar im ca. 3/4h entfernten Dead Horse Point State Park.


Unser Fahrzeug konnten wir beim Visitor Center abstellen. Wir entschieden uns, alle Wanderrouten in einem Stück zu bewandern. Insgesamt waren es ca. 10 km auf dem Hochplateau mit einer wunderbaren Fern- und Tiefensicht.







Die türkis-blau leuchtenden Bassins sind Produktionsbecken für die Herstellung von Dünger. Wasser aus dem Colorado River wird durch das Gestein im Untergrund gepumpt. Das Wasser reichert sich im Untergrund mit Salz an und wird dann in die Becken an der Oberfläche geleitet. Durch beimischen von blauflüssigen Chemikalien wird der Verdunstungsprozess beschleunigt und es bleibt eine Salzkruste zurück die abgetragen und für die Herstellung von Dünger verwendet wird.






Wir wanderten grösstenteils dem Rim (Kante) des Canyons entlang und konnten so die Tiefe des Canyons bei fast jedem Schritt hautnah miterleben.








Zwischen den Wanderpfaden gab es auch jede Menge blühende Pflanzen und Tiere zu sehen.





Sehr eindrücklich war die 180 Grad Windung des Colorado Rivers (Gooseneck) in der vom Wasser über Jahrtausende ausgefressenen Talsohle, 600 Meter unter uns.



Auf dem Heimweg konnten wir in der Ferne (nordöstliche Richtung) einige Felsformationen des Arches National Parks sehen.
Wir sind gespannt, wie die heutige Nacht verlaufen wird: Der Wind hat bereits wieder Fahrt aufgenommen, und am Himmel prangt der Vollmond.
