Nach dem Frühstück haben wir Pisa und somit auch die Region Toskana verlassen und sind in Richtung Region Ligurien gefahren. In Lerici, am Golfo dei Poeti (angeblich eine der schönsten Buchten der ligurischen Riviera) gab es ein kleines Revival: Wie anno 1970 schlürfte Rahel wieder eine fangfrische Austern mit fruchtigem Zitronensaft direkt am Hafen von Lerici. Die Austern schmecken mutmasslich immer noch so gut wie damals.

















Unser Zielort und damit auch unser Ausgangsort für die nächsten 5 Tage erreichten wir am Nachmittag in Porto Venere in der Cinque Terre.
Der Blick aus dem Hotelzimmer ist fantastisch. Von dort sehen wir direkt auf den kleinen Hafen von Porto Venere und über den Golf della Spezia, der auch Golf der Poeten genannt wird. Aus der Ferne können wir die riesigen Kreuzfahrt- und Transportschiffe beobachten, welche den Hafen von La Spezia ansteuern. Im Hintergrund erheben sich die majestätischen Apuanischen Alpen.




















Nun wird es langsam Zeit, ein paar Worte über „Briefkästen und Frankiersysteme in Italien“ zu verlieren. Da wir immer noch zu der vermutlich bald aussterbenden Spezies von „Postkarten-Schreibern“ gehören, haben wir dazu einiges erfahren müssen.
- Es gibt mehrere Frankiersysteme in Italien (bisher haben wir mindestens 4 unterschiedliche Frankiersysteme ausmachen können)
- Die Frankiersysteme sind nicht untereinander kompatibel. Eine Postkarte mit der Frankatur des Systems A wird nicht befördert, wenn die Postkarte mit dieser Frankatur in einen der anderen Briefkästen geworfen wird. Bei unserer ersten grossen Charge an Postkarten haben wir dies noch nicht gewusst……
- Die Standorte der Briefkästen sind unklar. Einzig die "roten" Briefkästen der Poste Italiane sind überall anzutreffen. Allerdings sind die dazugehörenden Briefmarken ausschliesslich bei einer Poststelle erhältlich
- Als Reisender möchte man die Briefmarken am selben Ort kaufen wo man die Karten kauft. Typischerweise ist dies ein Tabacchi Shop. Diese Tabacci Shops verkaufen einem dann aber irgendwelche farbenfrohe Wertzeichen. Zu diesen Wertzeichen gibt es normalerweise auch einen QR-Code, wo man weitere Informationen zum Frankiersystem erhalten sollte (z.B. Standort der Briefkästen etc.). Wir haben festgestellt, dass diese Webseiten entweder gar nicht funktionieren (System: FriendPost) oder auf der entsprechenden Website die Standorte der Briefkäste nicht ersichtlich sind (System: GPN). Einzig beim System GPS sind die Standorte aufgeführt – jedoch sieht man schnell, dass die Briefkastenstandorte nur in bestimmten Städten überhaupt auffindbar sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass wenn man Briefmarken in einer Stadt gekauft hat und danach die Postkarten schreibt und diese erst später in einer anderen Stadt aufgeben möchte, dass es unter Umständen dort keine Briefkästen hat, welche die Postkarten mit diesen Briefmarken befördern.


