Auch heute wieder ein sonniger Tag, ein Tag zum Biken. Wir haben uns am Vortag für eine Biketour angemeldet. Ein Shuttlebus fährt uns an den Startpunkt in das ca. 20 km entfernte Dörfchen Arrowtown nordöstlich von Queenstown. Die Bikestrecke führt zuerst dem Fluss Arrow River entlang, der später in den Kawarau River mündet. Von dort geht es dem Kawarau River entlang durch die Weinregion Gibbston.

Das besondere an den Bikes in Neuseeland ist, dass die Bremsen seitenverkehrt sind: Die hintere Bremse befindet sich links am Lenker und die Vorderbremse rechts. Aber wir kennen dies bereits von den vergangenen Touren und haben unsere erste „Verbremser“ hinter uns.
Der Trail-Head startet in Arrowtown bei einer kleinen Holzbrücke die über den Arrow River führt.









Ab und zu wechselte der Trail die Flussseite, öfters auch über ca. 30-40 Meter hohe Hängebrücken, wie zum Beispiel die sehr eindrückliche Edgar Bridge. Auf der anderen Flussseite konnte man bereits die ersten Rebberge (Vineyards) erkennen.





Besonders aufregend war die Kawarau River Brücke. Hier soll angeblich der Bungy-Jump entstanden sein. Der Erfinder A. J. Hackett soll ende der 1980er Jahre an dieser Brücke das erste Gummiseil befestigt haben um dann an diesem Seil den 43 Meter Sprung knapp an die Oberfläche des Kawarau Flusses zu wagen. In der Zwischenzeit wird damit auch heute noch ein grosses Geschäft gemacht: Praktisch alle 10 Minuten stürzt sich eine Person von dieser Brücke an einem Bungy-Seil in die Tiefe – meistens verbunden mit Geschrei. Kostenpunkt pro Sprung: NZD 320 (ca. CHF 160).









Wir lassen die abenteuerliche Bungy-Brücke (Kawarau Bridge) hinter uns und nehmen Kurs auf das Gibbston-Valley of Vines. In der Zwischenzeit hat die Sonne den Zenit überschritten und es wird richtig heiss jetzt. In der Gibbston Taverne, auf einem Weingut, machen wir Zwischenhalt und geniessen neben einem kleinen Imbiss auch ein Wine-Tasting mit fünf verschiedenen Weinen aus der Region.

















Den nächsten Zwischenhalt machten wir in der Kinross Winery, wo wir uns mit nicht-alkoholhaltigen Getränken erfrischten.




Zwischendurch gab’s auf der Strecke weitere optische Hingucker die wir unbedingt festhalten mussten.






Das Ziel unserer Tour endete ebenfalls auf einem Weingut mit dem wohlklingenden Namen „The Church Cellar Door And Cafe“. Das besondere daran war, dass das Gasthaus eine ehemalige Kirche (gebaut 1894) ist, welche irgendwann einmal an den heutigen Standort in einem Stück verschoben wurde.




Von dort wurden wir nach der gut 23 km umfassenden Tour wieder vom Shuttle-Bus abgeholt. Etwas müde jedoch um viele neue Eindrücke reicher freuen wir uns auf ein kühles Bier auf dem Campground.
