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NZL Day #9: Geothermie hautnah erlebt

Heute widmen wir uns den lokalen geothermalen Besonderheiten der Gegend. Wir befinden uns hier auf einer vulkanisch sehr aktiven Erdplatte. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Wai-O-Tapu Thermal Wonderland in der Nähe von Rotorua.

Schon bei der Anfahrt sieht man neben der Strasse regelmässig Dampfschwaden in den Himmel steigen. Teilweise wird die Wärme über Pipelines abgeführt oder es gibt auch Geothermie Kraftwerke, die aus der Wärme elektrische Energie erzeugen. Gemäss den uns bekannten Angaben kann damit ca. 1/6 der Stromerzeugung in Neuseeland abgedeckt werden.

Bei der Hinfahrt legten wir einen Zwischenhalt ein bei einer kleinen, schicken Glasbläser-Manufaktur mit dem wohlklingenden Namen „Lava Glass“. Unter anderem konnten wir Chris zuschauen, wie er aus einem Stück flüssigem Quarzsand und geschicktem Handwerk eine wunderschöne Vase anfertigte. Von den fertigen Kunstwerken durften wir leider keine Fotos machen. Jedoch gab es einen Skulpturen-Garten wo einzelne Kunstwerke im gleichen Stil zu bewundern waren und auch fotografiert werden durften.

Beim Wai-O-Tapu Thermal Wonderland handelt es sich um einen Geothermie-Park wo man hautnah miterleben kann, wie die vor Jahrtausenden von Jahren erloschenen Vulkane immer noch brodeln und zischen. Die Luft hier riecht sehr stark nach Schwefel und überall dampfen und zischen weisse Dampfwolken in den Himmel.
Je nach Art der Mineralien im Gestein, färbt sich die Kraterwand durch die Oxidation:

  • Braun und Rot = Eisenoxid
  • Lila = Manganoxid
  • Gelb = Schwefeloxid
  • Pink/Zinnoberrot = Quecksliberoxid
  • Weiss = Kaliumoxid

Nach diesen eindrücklichen Impressionen ging es weiter nach Rotorua in den Geothermalpark „Te Puia“ (= heisse Quellen in Maori) wo es neben dampfenden Quellen drei Kiwis im „Kiwi Conservation Center“ zu bestaunen gab. Die Kiwis (Schnepfenstrausse) sind nachtaktive und flugunfähige Vögel in den Wäldern Neuseelands. Allerdings sind sie auch vom Aussterben bedroht. Man kriegt sie deshalb kaum zu Gesicht. Im „Kiwi Conservation Center“ werden drei Tiere dieser Art in einer geschützten Umgebung gehalten. Künstlich wird dabei der Tag für die Tiere zur Nacht gemacht, damit sie von den Besuchern ungestört hinter einer Glasvitrine beobachtet werden können.
Eine Attraktion dieses Parks war die Handwerkstätte mit traditionellem Kunsthandwerk der Maori. Neben der Pounamu/Jade- und Wahlknochen-Schleiferei konnte wir einen Einblick in die Kauri-Holz Schnitzerei gewinnen und zum Abschluss die Weberei, in welcher Neuseelandflachs zu Kleidern und allerlei Gebrauchsgegenständen gewoben werden.

Und da war da noch dies: Es gibt also auch Emojis von bzw. für die Maori, genannt „Emotiki“. Hier eine Auswahl davon:

Und ganz am Schluss noch ein wunderschöner Sun-Downer aus Taupo:

3 Kommentare zu “NZL Day #9: Geothermie hautnah erlebt

  1. Andreas von Ballmoos

    Da werden Erinnerungen wach – Rotorua habe ich in sehr guter Erinnerung.

    Schaut, dass ihr auch mal ein Schafschär- und eine Herdenhunde-Show schauen gehen könnt. Sehr eindrücklich!

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