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NZL Day #7: Kawhia Hot Water Beach

Heute wollen wir unbedingt an den Hot Water Beach. Der Besitzer des Campgrounds (er heisst Grant) hat uns dies bei der Ankunft wärmstens empfohlen. Wie wir erfahren haben, gelangt aufgrund der vulkanischen Beschaffenheit des Untergrundes, warmes Wasser an die Oberfläche. So ist es möglich, dass man bei Ebbe durch graben eines Lochs an ca. 30 – 40 Grad warmes Wasser kommt.
Um dieses Phänomen zu sehen, müssen wir uns also an der Gezeitentabelle orientieren. Gemäss Grant, ist der beste Zeitpunkt 2 Stunden vor bzw. nach der Ebbe.
Wir haben uns für die Zeit am Abend zwischen ca. 17:00 und 19:00 entschieden.

Bis es soweit war, erkundeten wir zu Fuss noch ein wenig die nähere Gegend des kleinen, verschlafenen Fischerdorfes. Wir zogen los vom Campground dem Harbour Cliff Walk entlang bis zum Hafen. Dabei hatten wir immer Sicht auf das Treiben in der Hafengegend, wo sich Fisch-Trawler tummelten.
Aufgefallen sind uns die Schiffe und Jachten, welche auf den Parkplätzen neben den Häusern stehen.

Am Hafen gab es ein kleines Museum, welches zugleich als Visitor Center dient. Dort gab es vor allem einiges über die Maori Kultur zu sehen und eine interessante Ausstellung mit vielen Details zur Gewinnung von Eisen aus dem Sand. Der Sand hier in der Gegend ist fast schwarz und sehr feinkörnig und enthält einen grossen Anteil an Eisen (ca. 57%). Spannend war auch die historische Telefonzentrale welche vor langer Zeit hier im Einsatz war.
Am Hafen gab es jede Menge Angelfreunde, die ihre Zeit damit vertrieben Fische aus dem Wasser zu ziehen.

Als sich die Uhrzeit der Ebbe-Zeit näherte, holten wir uns aus dem Schuppen von Grant zwei Schaufeln und machten uns auf den Weg zu den Dünen am Hot Water Beach (ca. 6 km entfernt vom Campground).
Nach der Überquerung einer hohen Sanddüne eröffnete sich uns ein wunderbares Panorama auf die Tasmanische See (Sicht Richtung Australien).
Mit Augen und Ohren konnten wir mitverfolgen, wie sich das Meer zurück zieht und sich der Wasserspiegel dem Tiefpunkt (Ebbe) nähert.

Jetzt war Arbeiten angesagt: Zuerst gräbt man sich mit dem Fuss ein Loch und versucht mit den Zehen eine Temperaturveränderung zu finden. Wenn man glaubt, eine warme Stelle gefunden zu haben, buddelt man mit der Schaufel ein beliebig grosses Loch, dass einem dann als warmer Pool dient.
Einheimische, die das wohl regelmässig tun, hatten Getränke und Snacks mit dabei und genossen ein Apéro in ihren selbst gebuddelten Thermal-Pools.
Für uns war dieser Tag mit dem Beach-Besuch ein Highlight.

Morgen werden wir Kawhia verlassen und weiter in Richtung Süden nach Taupo, am Lake Taupo, reisen.

Ein Kommentar zu “NZL Day #7: Kawhia Hot Water Beach

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