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USA2018: day thirtyone — ein Tag im Gefängnis…

Heute verbrachten wir den ganzen Vormittag im Gefängnis, auf Alcatraz. Per Fähre legten wir den ca. 2km langen Wasserweg zwischen dem Festland und der ehemaligen Gefängnisinsel zurück.

Alcatraz war von 1934 bis 1963 eines der berüchtigsten Hochsicherheitsgefängnisse für hochkarätige Schwerverbrecher welche teilweise bereits in anderen US-Gefängnissen als unverbesserlich und schwierig aufgefallen sind.
Vor 1934 wurde die Infrastruktur auf der Insel als befestigtes Fort vom Militär genutzt und hatte bereits ein Gefängnis für Militärzwecke integriert. Ab 1933 wurde die Infrastruktur zu einem Bundesgefängnis umgebaut.
Ab Ende 1964 besetzten Sioux-Indianer die Insel als Demonstration für die Durchsetzung des Vertrages von Fort Laramie. Sie wollten das ungenutzte Bundesland zu den Bedingungen gemäss dem Vertrag kaufen. Ab 1969 wurde die Insel mit 80 Personen aus 20 Stämmen besetzt. Dies bewirkte eine grosses Echo in der Presse. Im Juli 1971 wurden die Besetzer auf das Festland zurück geholt und die Insel wurde durch die Küstenwache abgeriegelt.
Seit 1986 gilt das gesamte Gelände der Insel als „National Historic Landmark“ und wird Besuchern aus aller Welt zugänglich gemacht.

Während der Betriebszeit von 29 Jahren als Hochsicherheitsgefängnis gab es mehrere gescheiterte Ausbruchsversuche. Drei Insassen (Frank Morris, die Brüder John und Clarence Anglin) ist es gelungen über das Dach zu flüchten und zu verschwinden ohne das man bis heute weiss ob sie es wirklich bis ans Festland geschafft haben oder nicht. Diese Story diente u.a. im Film „Die Flucht von Alcatraz“ mit Clint Eastwood als Vorlage.

In der Zwischenzeit haben sich Tiere und Pflanzen auf der Insel breit gemacht, die sich das rauhe Klima von Wind und Wetter gewohnt sind.

Nach der Überfahrt legten wir wieder am Pier 33 an und rollten mit einem Streetcar (ähnlich einem Tram) und einem Bus in Richtung Haight Ashbury. Dieser Stadtteil wurde in den 1960er Jahren durch die Beatnik- und Hippiebewegung weltweit bekannt. Berühmte Grössen welche die dortige Musikszene entscheidend mitprägten waren Janis Joplin und Jimi Hendrix.

Der Stadtteil ist sehr farbenfroh, insprierend und wirkt sehr herzlich. Beim durch die Gassen schlendern riecht es schon das eine oder andere Mal nach Gras/Weed und alle Läden sind voll auf Flower-Power eingestellt. Auch die Leute die dort arbeiten sind sehr relaxed.

Von Haight Ashbury ist es nur ein Katzensprung zum Panhandle (Pfannenstiel), die verlängerte Parkallee des Golden Gate Parks.
Neben der sehr gepflegten Parkanlage hat es im Golden Gate Park mehrere Museen. Unter anderem auch das M.H. de Young Memorial Kunstmuseum bei welchem vor dem Eingang eine übermässig grosse Sicherheitsnadel steht.

Auf dem Rückweg zur Downtown besuchten wir die „Painted Ladies“. So wird die berühmte Häuserzeile beim Alamo Square genannt, welche mittlerweile auch als Wahrzeichen von San Francisco wahrgenommen wird. Die Häuserzeile wurden im 19. Jahrhundert im viktorianischen Stil erbaut.

Den Rückweg genossen wir, neben einem längerem Fussmarsch, mit einer luftigen Fahrt auf den Cable Cars.

 

 

Ein Kommentar zu “USA2018: day thirtyone — ein Tag im Gefängnis…

  1. R. F.

    Hallo zäme, Danke für die schönen Landschafts und vor allem für die schönen Blumenbilder🤓😉 wir wünschen weitere schöne Tage und dann einen ruhigen Rückflug.

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